In Gedenken an Erhard Kurz – Trainer, Sportler, Vorbild

Die Leichtathletik in Sachsen-Anhalt und der Lutherstadt Wittenberg trauert um Erhard Kurz, der als engagierter Trainer und leidenschaftlicher Sportler bleibende Spuren hinterlässt.

1937 in Zahna geboren, war er selbst erfolgreicher Diskus- und Hammerwerfer und gehörte von 1956 bis 1971 zur erweiterten DDR-Spitze. Insgesamt nahm er 15-mal an DDR-Meisterschaften teil. 1956 startete er bei den Studenten-Weltmeisterschaften in Prag im Kugelstoßen und Diskuswurf sowie im selben Jahr beim Länderkampf DDR gegen Finnland.

Über die Region hinaus wurde Erhard Kurz als engagierter Trainer bekannt. Mit Fachwissen, Disziplin und großer Leidenschaft formte er Generationen junger Athletinnen und Athleten. Zu seinen erfolgreichsten Schützlingen zählen Silke Renk-Lange (Olympiagold Speerwurf 1992 in Barcelona) und Ilke Wyludda (Olympiagold Diskuswurf 1996 in Atlanta).

Seine sportliche Laufbahn, sein Studium in Halle (1955–1957) und Potsdam (1967–1970) sowie seine Tätigkeit als Sportlehrer an der EOS „Philipp Melanchthon“ in Wittenberg bildeten die Grundlage seiner Arbeit. Er war zudem an der Kinder- und Jugendsportschule Halle sowie als Wurftrainer beim SC Chemie Halle tätig und erwarb sich an all seinen Wirkungsstätten große Anerkennung.

Seit 2010 war er erneut als Übungsleiter bei der TSG Wittenberg aktiv und unterstützte regelmäßig als Kampfrichter bei den Kreismeisterschaften an der Kugelstoßanlage. Oft wirkte er im Hintergrund, blieb aber eng mit den Erfolgen „seiner“ Athleten verbunden.

Wir verlieren einen Menschen, der die Leichtathletik geprägt und gelebt hat. Seine ruhige, freundliche und besonnene Art bleibt unvergessen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.

Kreissportbund Wittenberg e. V.
Präsidium

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